Abnormale Wachstumsrate der Investitionsausgaben
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Die Berechnungsformel für die abnormale Wachstumsrate der Investitionsausgaben lautet:
Berechnungsformel für das Verhältnis der Investitionsausgaben:
In der Formel:
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Die abnormale Wachstumsrate der Investitionsausgaben in Periode t-1. Dieser Faktor misst die Abweichung des Verhältnisses von Investitionsausgaben zu Betriebseinnahmen (CE) des Unternehmens in der letzten Periode vom Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre.
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Das Verhältnis der Investitionsausgaben in Periode t, stellt das Verhältnis der aktuellen Investitionsausgaben des Unternehmens zu seinen Betriebseinnahmen dar und misst die relative Größenordnung der Investitionsausgaben des Unternehmens.
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Die Investitionsausgaben (CAPEX) in Periode t sind definiert als die Barzahlungen für den Kauf und Bau von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und anderen langfristigen Vermögenswerten, abzüglich der Netto-Bareinnahmen aus der Veräußerung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und anderen langfristigen Vermögenswerten. Dieser Indikator spiegelt die Ausgaben eines Unternehmens für langfristige Vermögensinvestitionen in einem bestimmten Zeitraum wider.
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Die Betriebseinnahmen in Periode t spiegeln die Gesamteinnahmen wider, die das Unternehmen durch operative Tätigkeiten in einem bestimmten Zeitraum erzielt hat.
factor.explanation
Die abnormale Wachstumsrate der Investitionsausgaben (CI) erfasst das anormale Verhalten von Unternehmen bei den Investitionsausgaben, indem sie die Differenz zwischen dem Verhältnis von Investitionsausgaben zu Betriebseinnahmen (CE) des Unternehmens in der letzten Periode und dem Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre vergleicht. Ein hoher CI-Wert deutet darauf hin, dass das Unternehmen in der aktuellen Periode Investitionstätigkeiten durchgeführt hat, die über dem historischen Niveau liegen, was darauf hindeuten kann, dass das Management übermäßig selbstbewusst oder ineffizient ist. Die Verhaltensökonomie geht davon aus, dass ein solches Überinvestitionsverhalten häufig in Zeiten von Marktimismus auftritt und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die zukünftigen Erträge hat. Insbesondere bei Unternehmen mit höherem Cashflow und geringerer Verschuldungsquote sind die Investitionsentscheidungen weniger eingeschränkt, und die negativen Auswirkungen solcher Überinvestitionen können signifikanter sein. Daher hat dieser Faktor eine stärkere Vorhersagekraft für solche Unternehmen.